Rückblick auf 2016 | 2016 In Review

Wie jedes Jahr trafen wir uns Anfang 2016 zu einem Arbeitstreffen bei Kelly O’Brien in Stanton Prior, England. Themen waren die Vorbereitung unserer Ausstellung »Everything is Fine with Betsy« bei grassgrün, unser erster Katalog und die Arbeit an unserer Kunst.

Im April war es soweit. Unsere dritte Gruppenausstellung wurde mit der Präsentation unserers Katalogs eröffnet. Die Besucher waren erneut sehr angetan von der Art, wie wir auf kleinstem Raum unsere unterschiedliche Kunst kuratierten und ausstellten. Gute Verkäufe spiegelten die Begeisterung wieder.

Eine wichtige Sache, die wir 2016 etablierten, sind wöchentliche Künstlerinnentreffs in Form von Videokonferenzen. In der Eile unserer Planung von Gruppenausstellungen und Katalog hatten wir unsere ursprüngliche Quelle gegenseitiger Unterstützung und Inspiration ganz aus den Augen verloren: unsere Kunst miteinander zu diskutieren. Seitdem sehen wir uns nahezu wöchentlich, um uns Kunst und Business zu widmen. Das tut gut.

Was sonst noch bei den vier Künstlerinnen geschah...

:::

We began 2016 with our third annual planning retreat at Kelly’s home in Stanton Prior, England. The focus was on plans for our exhibition, Everything is Fine with Betsy, at grassgrün, our first catalog and our art.

April brought our third group exhibition, where we debuted our first catalog. Visitors were once again very impressed with how we curated and installed our different art in a very small space, and sales reflected this enthusiasm.

One important thing that we established in 2016 are weekly artist meetings by video conference. In the urgency of planning our group exhibitions and catalog, we had lost the original source of support and inspiration: discussing our art with each other. Since putting this in place, we have met nearly weekly to attend to art and business in tandem. That feels good.

Here is what else happened with the four artists…

Katja v. Ruville

2016 startete für Katja mit dem Besuch der inspirierenden Ausstellung »Agnes Martin« in der Kunstsammlung Nordrhein Westphalen. Der Sommer war geprägt von der erfolgreichen Gastausstellung mit Malerei von Christiane Hahn in ihrer Galerie grassgrün. Die Werke wurden begeistert aufgenommen und waren zum Ende fast alle verkauft.

Nach einem Jahr Vorbereitung und verschiedenen Vorstudien war es im Hochsommer so weit, die Installation »sorg« zeigte sich groß auf einer Weide im Allgäu. Diese Arbeit ist die Fortführung zweier Installationen, die Katja im Herbst 2014 und im Frühjahr 2016 in Frankfurt bei unseren Gruppenausstellungen gezeigt hatte. Sie beschäftigt sich mit dem Thema Trauer. (Foto)
Zu Ende Oktober wurden Katja die schönen Galerieräume in der Vogelsbergstraße gekündigt. Kurzerhand hat sie ihre Jubiläumsausstellung »10 Jahre Schmuckunikate von grassgrün« vorgezogen und sich mit einer umfassenden Schau und einem besonderen Katalog aus ihrem Atelier verabschiedet.
Der Jahreswechsel steht nun im Zeichen von Veränderung. Mit viel Ruhe und Sorgfalt sucht sie neue Atelierräume und freut sich darauf, diese im Frühjahr oder Sommer 2017 mit einer Ausstellung zur Installation »sorg« einzuweihen.

:::

(English version)

Chris Kircher

Chris Kircher, bird sculptures, Campus Riedberg, Frankfurt University

Chris Kircher, bird sculptures, Campus Riedberg, Frankfurt University

Für Chris startete das Jahr 2016 im Februar mit dem lang erwarteten Ankauf einer Gruppe großer Vogelskulpturen durch die Universität Frankfurt. Die Skulpturen sind nun zu sehen auf dem Campus Riedberg im Innenhof des Fachbereichs Biologie. Desweiteren nahm sie gleich zu Beginn des Jahres an einer schöne Skulpturenausstellung im Kelkheimer Kunstverein teil.  Seit Ende des Jahres experimentiert Chris mit Abgüssen ihrer Metallskulpturen in Bronze und Eisen. Darüber berichtet sie demnächst in einem extra Blog.

:::

For Chris, 2016 started with the long awaited purchase of a group of her larger bird sculptures by the University of Frankfurt in February . The sculptures can now be seen on Campus Riedberg in the inner courtyard of the Faculty of Biology. In addition, she took part in a nice exhibition of sculptures at Kelkeimer Kunstverein, also early in the year. Since the end of last year Chris is experimenting with castings of her metal sculptures in bronze and iron. She will report about that in an upcoming blog post.

Kelly O’Brien

2016 war Kelly die meiste Zeit mit der Bearbeitung von Kommissionen ihrer Playing with Fire Papier Skulpturen für Ritz-Carlton, die Hilton Hotels, Marriott Conference Centers, die Emaar Hospitality Group in Dubai und für die Norwegian Cruise Lines beschäftigt. Sie freut sich, die Serie das erste Mal anlässlich ihrer Soloausstellung in der Galerie Uhn, Königstein, im September in Deutschland zu präsentieren.

Sie hat außerdem an einer neuen, genähten Serie namens Object (I)mpermanence zu arbeiten begonnen, in der sie Themen wie Heimat, Immigration und Integration untersucht. Kelly hat Arbeiten an zwei öffentliche Sammlungen in den Vereinigten Staaten verkauft: Lifespan Comprehensive Cancer Center, East Greenwich, Rhode Island und Women und Infants Hospital, Providence, Rhode Island.

Und zu guter Letzt wird ihre Serie Playing with Fire von zwei New Fine Art Händlern in Toronto und London repräsentiert.

 :::

Much of 2016 for Kelly involved fulfilling commissions of her Playing with Fire burned paper sculpture pieces for Ritz-Carlton, Hilton Hotels, Marriott Conference Centers, Emaar Hospitality Group in Dubai, and Norwegian Cruise Lines. She looks forward to debuting this series in Germany for the first time in her solo exhibition with Galerie Uhn, Königstein in September.

She also began work on a new sewn paper series, Object (I)mpermanence that explores themes of home, immigration, and integration. Kelly had work purchased for two public collections in the United States: Lifespan Comprehensive Cancer Center, East Greenwich, Rhode Island and Women and Infants Hospital, Providence, Rhode Island.

And finally, her Playing with Fire series is being representation by two new fine art dealers, based in Toronto and London.

Claudia Grom

Beyond Video Still.jpg

Neben den Vorbereitungen für Everything is Fine with Betsy in 2016, zog Claudias Kunstprojekt Human Perspectives eine umfangreiche Bearbeitung des mitgebrachten Materials nach sich. 

Freilandsicherung, künstlerisches Ergebnis ihrer investigativen Arbeit im Ausland und in Deutschland, lagen u.a. Alfredo Cramerottis Überlegungen zum ästhetischen Journalismus zugrunde. In diesem Sinn experimentierte sie sehr frei mit der Verlagerung der Produktion von Wahrheit aus der Domäne der Nachrichtendienste hin zur Kunst und Ästhetik.

Ihre Reise durch Japan inspirierte sie zu einer intensiveren Beschäftigung mit Wabi-sabi, dem Negativen Raum Ma und der Leere. Sie entsprechen am ehesten ihrer minimalistischen, konzeptuellen Annährung an die Kunst. 

Mit dem dritten Teil von Human Perspectives, an dem sie aktuell arbeitet, wird sie erneut ein komplett eigenständiges Ausstellungskonzept kreieren. Home - Less Home - Homeless, so der Arbeitstitel, entsteht aus tiefen, persönlichen Erfahrungen in und Reflektionen über Deutschland und die Welt.

Claudia ist zudem mit der Produktion von drei neuen Videos (Foto) beschäftigt. Serien ihrer Stills aus dem Video PROTECT ME wurden kürzlich an private Sammler verkauft.

:::

In addition to the preparations for Everything is Fine with Betsy in 2016, Claudia’s focus was on processing the extensive material that she collected during her research abroad for her art project Human Perspectives.

OpenLand Security, the artistic result of her investigative work abroad and in Germany, was based on Alfredo Cramerotti’s thoughts about aesthetic journalism among other sources. In this sense, she experimented very freely with the shift of the production of truth from the domain of news services to art and aesthetics.

Her journey through Japan inspired her to a more intense occupation with Wabi-sabi, the negative space Ma and emptiness. They correspond most closely to her minimalist, conceptual approach to art.

With the third part of Human Perspectives,  she is currently working on, she will be creating a completely independent exhibition concept again. Home - Less Home – Homeless, the working title, derives from deep, personal experiences in and reflections about Germany and the world.

In addition, Claudia three new videos underway (image above). A series of stills from her video PROTECT ME have recently been sold to private collectors.